Über das Institut

Unser Anliegen

Das Institut für evangelische Missiologie sammelt und digitalisiert Dokumente aus Kultur, Religion und Mission. Unser Ziel ist, eine Datenbank als breite Forschungsbasis zu schaffen: digital abrufbar und stetig wachsend. Damit erhalten wir wichtige Forschungsergebnisse und wertvolle Praxiserfahrungen und machen sie für viele nutzbar.

Das Institut für evangelische Missiologie ist im Bereich Disability Studies tätig. Es hat dazu das Netzwerk Disability Studies und Interkulturelle Theologie ins Leben gerufen. Forscher mit und ohne körperliche oder mentale Einschränkung dürfen sich darin verknüpfen. Wir wollen Forschung im Bereich Postkolonialismus, Gender Studies sowie der Aufarbeitung und Transformation der christlichen Entwicklungshilfe generieren und fördern.

Das Institut für evangelische Missiologie ist im Bereich der Wissenschaft zur Bibelübersetzung aktiv. Ziel ist es die Forschung rund um Erstbibelübersetzungen (sog. missionarische Bibelübersetzungen) sowie von Revisionen und Neubibelübersetzungen (in einem Kontext mit existierenden Bibelübersetzungen) zu generieren und fördern.

Denn wir sind überzeugt: Mission muss erforscht werden.

Wir setzen uns dafür ein, dass Archive geöffnet werden und vielfältiges Material zugänglich gemacht wird, sodass junge Forscher eine noch bessere Grundlage haben und Missionare noch besser ausgebildet und auf ihren Dienst vorbereitet werden. Zeitschriften sind uns zeitlose Nachrichtenquellen, Rundbriefe von Missionaren nachhaltige Praxisberichte, Seminararbeiten inhaltsreiche Informationssammlungen und Materialien von Missionsgesellschaften individuelle Sammlungen mit hohem Wert. Dies alles sind Schätze für die Ewigkeit, die nicht in Archiven untergehen, sondern in der Praxis nutzbar sein sollen. Dafür arbeiten wir.

Geschichte

1982: Klaus W. Müller erhält von Prof. G.W. Peters als dessen wissenschaftlicher Assistent den Auftrag, ein Forschungszentrum für die evangelisch Missiologie aufzubauen – im Rahmen des Seminars für missionarische Fortbildung im Monbachtal.

Ab 1984: stetiger Aufbau und Erweiterung des Bestands an der Freien Hochschule für Mission.

1994: Gründung der Stiftung Kultur und Religion.

1998: Das Forschungszentrum wird am Standort der Freien Hochschule für Mission in Korntal aufgelöst. Der Bestand wird dem Leiter Dr. Klaus W. Müller übergeben. Das Zentrum umfasst zu diesem Zeitpunkt Informationen über mehr als 1000 missionarische Werke in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

2000: Gründung der „Gesellschaft für Bildung und Forschung in Europa“ (heute Sitz in Gummersbach)

2000: Beginn der Arbeit des neuen Instituts in Biebertal mit einem Kuratorium von missiologischen Fachleuten aus verschiedenen denominationellen Hintergründen in Zusammenarbeit mit der GBFE

2001: Die erste Mitarbeiterin arbeitet vollzeitlich im Rahmen ihrer Umschulung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste für das Institut. Einige ehrenamtliche MitarbeiterInnen helfen aktiv. Das Institut übernimmt Aufgaben für den Arbeitskreis für evangelikale Missiologie, wie Buchreihen und Zeitschrift em. Erste bibliografische Erfassung von Zeitschriften.

2004: Gründung der Forschungsstiftung Kultur und Religion als rechtliche Grundlage

2004: Gründung des Instituts für asiatische Minderheiten in Hong Kong mit Dr. Gerner, der einige Jahre später eine eigene Stiftung für sein Institut gründet.

2012: Berufung von Dr. Eberhard Werner in den Vorstand der Stiftung und in die Leitung des Instituts.

2013: Beginn des Digitalisierungsprozesses

2014: Neustrukturierung der Arbeit des Instituts und Umbenennung in „Institut für evangelische Missiologie“

2015: Berufung von neuen Kuratoren

2017: Gründung des Netzwerkes Disability Studies und Interkulturelle Theologie. Berufung von Samuel Groß als Wissenschaftlicher Assistent.

2020: Berufung von Jonathan Fröhlich und Samuel Groß in den Stiftungsvorstand. Ernennung von Eberhard Werner als 1. Vorstand und Prof. Dr. Klaus W. Müller als 2. Vorstand. Berufung von Jonathan Fröhlich als wissenschaftlicher Assistent am Institut für evangelische Missiologie.

2021: Berufung von Tianji Ma als wissenschaftlicher Assistent am Institut für evangelische Missiologie (Abteilung Bibelübersetzung). Gründung des Ostasien-Forums mit Tianji Ma als Leiter.

2023: Eberhard Werners Heimgang. Berufung von Tianji Ma und Szu-Chin Chen in den Stiftungsvorstand. Ernennung von Tianji Ma als 1. Vorstand und Samuel Groß als 2. Vorstand. Prof. Dr. Klaus W. Müller bleibt weiterhin Berater des Institutes.

Mitarbeiter

Prof. Dr. Klaus W. Müller

Stiftungsgründer; Berater und Coach der Forschungs-Stiftung Kultur und Religion;
Jahrgang: 1945

  • 1964-1968 Theologiestudium in Bad Liebenzell
  • 1970-1981 Missionsdienst in Mikronesien
  • 1976-1977 M.A.-Studium an der School of World Mission, Pasadena/CA
  • 1981-1998 Seminar für missionarische Fortbildung im Monbachtal/Bad Liebenzell; Dozent für Missionswissenschaft an der Freien Hochschule für Mission in Korntal.
  • 1985 M.A. Missiologie mit Forschungsarbeit „The Protestant Mission Work on the Truk Islands in Micronesia. A Missiological Analysis.“
  • 1985-2014 Vorstandsmitglied und Vorsitzender von drei Missionswerken.
  • 1991-2011 Vorsitzender des Arbeitskreises für evangelikale Missiologie. Schriftleitung Zeitschrift „evangelikale missiologie“ Edition afem. Hg.
  • 1993 Promotion mit dem Thema „Peacemaker. Missionary Practice of Georg F. Vicedom in New Guinea (1929-1939)” Im Zuge der Akkreditierung durch die Columbia International University Columbia/SC Berufung zum Professor für Missiologie
  • 1998- Professor für Missionswissenschaft an der Freien Theologischen Akademie Gießen, Fachbereichsleiter Mission und Evangelistik,
  • 2000-2007 Studienmentor der Akademie für Mission und Gemeindebau Gießen
  • 1999- Gastprofessor für Missionswissenschaft und Religion an der Evangelischen Theologischen Faculteit Leuven/B
  • 2010- Gastprofessor an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel

Dr. Tianji Ma

1. Stiftungs-Vorstand Forschungs-Stiftung Kultur und Religion

Leiter des Forums Bibelübersetzung

Leiter des Forums Ostasien

Jahrgang: 1987; geboren in Wenzhou (China, Provinz Zhejiang)

„Denn ich schäme mich nicht für die gute Botschaft von Christus. Diese Botschaft ist die Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt – die Juden zuerst, aber auch alle anderen Menschen.“(Römer 1,16) ######## „For I am not ashamed of the gospel of Christ: for it is the power of God unto salvation to every one that believeth; to the Jew first, and also to the Greek.“ (Romans 1:16)  ########  „我不以福音为耻;这福音本是 神的大能,要救一切相信的,先是犹太人,后是希腊人。“(罗马书 1章16节)

  • 2012/14: B.A., M.A. in Chemie an der Goethe-Universität Frankfurt
  • 2016: B.A. in Biophysik an der Goethe-Universität Frankfurt
  • 2017: Promotion an der Goethe-Universität im Fachbereich Theoretische Chemie (Dr. rer. nat.)
  • 2019: M.A. in Philosophie an der Fernuniversität Hagen
  • 2019/21: B.A. M.A. in Theologie an der Freien Theologischen Hochschule
  • seit 2021 Doktorand an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal

Tianji Ma ist verheiratet mit Szu-Chin Chen. Beide sind Missionare vom OMF International im Bereich Beyond Borders (Mission unter Asiaten in Deutschland).

Samuel W. Groß

2. Stiftungs-Vorstand Forschungs-Stiftung Kultur und Religion

Leiter Netzwerk Disability Studies und Interkulturelle Theologie (NeDSITh)

Jahrgang: 1994

Am Institut für evangelische Missiologie begeistert mich der Leitspruch „Forschung ist die beste Strategie“. Ich möchte mit meinem Schwerpunkt auf Disability Studies und Interkulturelle Theologie aus historischer Perspektive dazu beitragen verschiedene Akteure miteinander zu vernetzen und so die Wichtigkeit des Themas Behinderung und interkultureller Austausch in der deutschsprachigen Diskussion bekannt machen.

  • 2014: Abitur Weidigschule Butzbach
  • 2014: Kulturpreisträger der Stadt Butzbach im Rahmen der Ausstellung „Legalisierter Raub – Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“
  • 2014-: Studium der evangelischen Theologie an der Freien Theologischen Hochschule (FTH) Gießen
  • 2018: B.A. in evangelische Theologie im Fachbereich Historische Theologie der Freien Theologischen Hochschule
  • seit 2018: Studium M.A. in evangelischer Theologie mit Hauptfach Historische Theologie, FTH Gießen

Jonathan Fröhlich

Stiftungs-Vorstand Forschungs-Stiftung Kultur und Religion;
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für evangelische Missiologie
Jahrgang: 1992

Befiehl dem HERRN deinen Weg, und vertraue auf ihn, so wird er es vollbringen. (Psalm 37,5)

  • 2009-2012 : abgeschlossene Berufsausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik
  • 2012-2013: ein Gesellenjahr als Fachkraft für Abwassertechnik
  • 2013-2016: Berufsoberschule I und II
  • 2016-2020: B.A.- in Evangelische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule in Gießen
  • Studium M.A. in evangelische Theologie (ab Oktober 2020)

Szu-Chin Chen

Stiftungs-Vorstand Forschungs-Stiftung Kultur und Religion

wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für evangelische Missiologie mit Schwerpunkt Digitalisierung von Missionsmaterialien

Leiterin des Forums Ostasien

geboren in Taipeh

„Jesus ist Herr!“

  • 2006: B.A. in Social Studies Education an der Taipei Municaple University of Education (Taiwan)
  • 2010: M.A. in Geschichte an der Fu Jen catholic University (Taiwan)
  • 2021: M.A. in Theologie an der Ruhr-Universität Bochum

Szu-Chin Chen ist verheiratet mit Tianji Ma. Beide sind Missionare vom OMF International im Bereich Beyond Borders (Mission unter Asiaten in Deutschland).

(ehem. Mitarbeiter) Dr. Eberhard Werner (1966-2023)

Eberhard war 1. Stiftungs-Vorstand Forschungs-Stiftung Kultur und Religion; stellv. Institutsleiter; Direktor Netzwerk Disability Studies und Interkulturelle Theologie (NeDSITh); Leiter Abteilung: Wissenschaft der Bibelübersetzung

Am Institut für evangelische Mission begeistert mich die Idee, missiologische Forschung zu unterstützen, Netzwerke aufzubauen und kreative Ideen auszuprobieren. Deutsche Missiologie steckt noch tief in den Kinderschuhen und hat sich noch nicht von der Theologie profiliert.

  • 1984-1986: abgeschlossene Berufsausbildung mittlerer Dienst
  • 1992-1996: Ausbildung am Theologischem Seminar Neues Leben (heute Theologisches Seminar Rheinland)
  • 1995-1996: Studium „Applied linguistics“ SIL Germany, SIL Eugene/Oregon (BA-Äquivalent)
  • 2002-2006: Studium an der Akademie für Mission und Gemeindebau / Gießen (MA)
  • 2007-2010: PhD University of Wales/ across (Theology; New Testament)
  • 2010: Language Program Services SIL (Near East)
  • 2014: SIL Consultant on Anthropology
  • 2013: Further Studies with MHS (Stavanger)

Kuratorium

  • Thomas Mayer, VTR Verleger, Nürnberg
  • Prof. Dr. Christoph Sauer, Südafrika; Giessen
  • Johannes Klapprodt (PhD cand.), Südafrika
  • Samuel Groß, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Gießen
  • Prof. Dr. Dr. Klaus Fiedler, Malawi